Maniok: Die Kartoffel aus Lateinamerika

Lena Goldecke
02. Aug 2023
Blogpost
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Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Entdeckungsreise. Heute steht die "Kartoffel der Tropen" - der Maniok - im Mittelpunkt! Diese nährstoffreiche und geschmackvolle Knolle hat in Bezug auf Geschichte, Anbau und Küchenanwendungen viel zu bieten.

Was ist Maniok?

Maniok, oft auch als Cassava oder Yuca bezeichnet, ist eine tropische Pflanze, die weltweit angebaut und verzehrt wird. Ursprung der Pflanze ist Südamerika, doch findet sie sich heute überall im tropischen Gürtel - von Lateinamerika über Asien bis Afrika. Auffällig ist, dass Nigeria der weltgrößte Produzent dieser vielfältig verwendbaren Knolle ist, die schon seit etwa 4.000 Jahren als Kulturpflanze dient. In manch heimischen Supermärkten ist er bereits zu finden - so auch bei Kaufland im Aktionszeitraum, denn Kaufland engagiert sich weltweit “für Mensch und Natur”, legt Wert auf ein internationales Angebot von Produkten und unterstützt beispielsweise Kleinbauern und die Fischerei im afrikanischen Gambia. 
Foto von Alexander Schimmeck via Unsplash

Ein kleiner wissenschaftlicher Exkurs:

Manioks Aussehen und Eigenschaften verbergen sein wahres Potential unter der Erde. Die Pflanze bildet große, spindelförmige Wurzelknollen, die einen hohen Stärkegehalt aufweisen. Diese können erstaunliche Längen von bis zu einem Meter und Durchmesser von bis zu 10 Zentimeter erreichen und ein Gewicht von bis zu 15 Kilogramm auf die Waage bringen. Die äußere, dunkelbraune und holzige Schale wirkt vielleicht unscheinbar, aber im Inneren stecken viele Nährstoffe in einem hellen bis rötlichen Fruchtfleisch.

Maniok und seine außergewöhnlichen Eigenschaften:

Wussten Sie, dass Maniok ein grundlegendes Nahrungsmittel für bis zu eine halbe Milliarde Menschen weltweit ist? Ähnlich unserer Kartoffel, stellt diese Knolle eine wichtige Kohlenhydratquelle dar und enthält zudem essentielle Nährstoffe wie Eisen, Kalzium, Phosphor, Kalium und Vitamin C. Besonders beeindruckend ist die Anpassungsfähigkeit des Manioks. Die Pflanze ist anspruchslos und gedeiht selbst auf nährstoffarmen, sauren Böden und unter trockenen klimatischen Bedingungen. Damit stellt sie eine zuverlässige Nahrungsquelle dar, die den Auswirkungen des Klimawandels trotzt.

Maniok in der Küche:

   Geschmackvoll und vielseitig ist Maniok in unseren Breitengraden vielleicht noch ein Geheimtipp, doch in vielen Teilen der Welt ist er ein wichtiger Bestandteil der Ernährung. Die Zubereitungs- und Verwendungsmöglichkeiten sind so mannigfaltig wie die Regionen, in denen er wächst. In Südamerika etwa wird die Maniokknolle oft geschält, zermahlen und dann eingeweicht. Nach einigen Tagen wird das Wasser ausgepresst und die Masse geröstet, um Maniokmehl zu erzeugen. Dieses "Farinha" genannte Mehl dient als Basis für Brot, Saucen, Suppen und sogar für alkoholische Getränke. Wie Sie sehen hat Südamerika kulinarisch also viel mehr als nur Guacamole zu bieten.
 
Vorsicht ist geboten: Maniok enthält Blausäure, die jedoch durch Koch- oder Trockenprozesse unschädlich gemacht werden kann.
Foto von Loren Biser via Unsplash

Verwendung von Maniok:

Maniok ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Ernährung in vielen Regionen weltweit. Besonders in Südamerika werden die stärkereichen Knollen gerne als Beilage oder Basis für traditionelle Gerichte verwendet. Maniokmehl wird zum Beispiel verwendet, um Fladenbrot, Saucen und Suppen herzustellen und sogar alkoholische Getränke zu produzieren. Geröstetes und in Butter gebratenes Maniokmehl dient als ideale Beilage zu Fleischgerichten, bekannt unter dem Namen Farofa.
 
Maniok ist flexibel in der Küche verwendbar und kann auf die gleiche Weise wie Kartoffeln oder Süßkartoffeln zubereitet werden: gebacken, gebraten oder gekocht. Maniokchips sind eine beliebte Alternative zu Kartoffelchips. Darüber hinaus kann aus der Wurzelknolle Tapioka hergestellt werden, eine Stärke, die in der Küche vielseitig verwendbar ist, beispielsweise zum Verdicken von Suppen und Saucen oder als glutenfreie Alternative in Backwaren.
 
Wir möchten Ihnen nun ein einfaches und schmackhaftes Rezept für gebackene Maniok-Pommes vorstellen

Gebackene Maniok-Pommes

Zutaten:
 
  • 1 große Maniokwurzel 
  • 2 EL Olivenöl 
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Heizen Sie den Backofen auf 220 Grad Celsius vor. 
  2. Schälen Sie die Maniokwurzel und schneiden Sie sie in pommesartige Streifen. 
  3. Vermischen Sie die Maniokstreifen in einer großen Schüssel mit Olivenöl, Salz und Pfeffer. 
  4. Verteilen Sie die Maniok-Pommes auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech und backen Sie diese für ca. 30 Minuten, bis sie goldbraun und knusprig sind. 
  5. Servieren Sie sie noch warm.

Mit diesem einfachen Rezept können Sie die Vielseitigkeit des Manioks entdecken und ein leckeres und gesundes Gericht zubereiten, das nicht nur glutenfrei, sondern auch vegan ist.

Unser Fazit zur "Wunderknolle"

Zusammenfassend kann man sagen, dass Maniok eine bemerkenswerte Pflanze ist, die sowohl die Menschen als auch den Boden nährt. Trotz seines anspruchslosen Anbaus bietet Maniok eine Fülle an ernährungsphysiologischen Vorteilen und zeigt eine beeindruckende Widerstandsfähigkeit gegen die Herausforderungen des Klimawandels. 
 
Es ist daher nicht verwunderlich, dass er in vielen Teilen der Welt als "Brot der Tropen" bezeichnet wird. Obwohl Maniok in Europa noch nicht sehr verbreitet ist, ist es lohnenswert, diese außergewöhnliche Pflanze und ihre köstliche Wurzelknolle kennenzulernen.