Anna-Maria hat diese Restaurants besucht
Bewertungen
Anna-Maria
02.08.2023 - 04:59Seesaibling „Omble Chevalier“ mit Yuzu Beurre Blanc, Schwurschor und Topinambur – die Ankündigung auf der Karte klingt wie ein Gedicht. Es ist Samstag, wir parken im Collini-Center und laufen den Friedrichsring entlang der Fressgasse, bis wir links abbiegen. Noch ein kurzer Budget-Check – wir heben lieber eine Reserve „Hunni“ – bis wir endlich am linken Seiteneingang des Engelhorn-Kaufhauses ankommen. Noch ein kurzer Blick, was heute im „Le Corange“ angeboten wird, das von einem Sterne-Inspektor im Guide Michelin als „Fischrestaurant für kulinarische Kontraste“ bezeichnet wurde. Ja, das sieht gut aus. Was steckt dahinter? Oh, das ist eine ganz andere Liga, für einen Samstagmittag haben wir hier ein *Sterne-Restaurant Le Corange. Besser. Wir nehmen den Aufzug in den obersten Stock – Penthouse! Dort steht: Trennwand Le Corange. Schön, die Wand trennt geschickt ein Sternerestaurant vom Foyer, das Foyer mit den neuen städtischen Toiletten, das keinen Weg mehr zu den Kaufhaus-Toiletten verbindet, ebenso wie das Le Corange und das Opus mit dem exzellenten, vollverglasten Weinregal – hübsch. Wir haben den schönen Service noch nicht erlebt... ja, vom ersten Schritt bis zum letzten Bissen und dann „Hilfe im Sakko“ – das war heute großartig. Ich werde heute in meiner Bewertung die Superlative gleich zu Beginn starten, also entschuldigen Sie bitte – Spitzenbewertung in allen Kategorien – kulinarisch für uns eine neue Referenz – drei Ligen besser als unser Besuch im Opus, das mittlerweile 2 Sterne trägt, und eine Liga über dem Steinernen Haus Hof oder dem benachbarten Marly, entschuldigung... „Wie geht es Ihnen?“ – die ersten Worte des Serviceteams. Wir desinfizieren und schauen in die offene Küche. Alles funktioniert steril, sauber, aber keineswegs unfreundlich. Hier hat jeder Handgriff seine Ordnung. Erster Blick nach rechts: am fernen Horizont verdunkelt sich die Bergstraße, wir blicken nach Bensheim. Los geht’s. Wir werden zu unserem gedeckten Tisch geleitet. Links neben uns ein Paar, vermutlich feiert es seinen 80. Hochzeitstag und teilt sich ein Rekordmenü mit gefühlten 100 Tarbouriech-Austern. Nach erster Überprüfung sind es nur 14 Stück, Einzelpreis 9 Euro. Rechts von uns eine bekannte Mannheimer Familie. Wir nicken uns zu. Heute sind wir also in guter Gesellschaft. BäMM! Wir blicken hinaus: NUB und Collini – die drei großen NUB und das COLLINI! Ebenfalls zu sehen der Imitationsversuch von Diringer und Scheidel, das Q6Q7, ebenfalls im Stil des Brutalismus. Es sieht aus wie eine billige Kopie aus Fernost. Ist es Weihnachten? Nein, leider nur die vorletzte Übertreibung vor der nächsten Insolvenzerklärung unserer Politik – eine Möglichkeit, die Brutalität des Bauwahns zu stoppen – aber nein – die Politik entscheidet gegen die Restaurants und für Islami Arabisch. Meine bessere Hälfte bittet hier um den Verweis, lächelt und zeigt mir den Außenbereich. Wir erhalten die Karten. Schön, neben dem 4-Gänge-Menü gibt es auch eine kleine „à la carte“-Option – in der Fachsprache: „Card-Upgraden“. Bier! … zapf das Bier, zapf es ab... für mich ein Pils zum Aperitif, dazu etwas Butter und ein Korb voller Brotsorten. Bei genauerem Hinsehen und Nachfragen – es sind tatsächlich verschiedene Brotsorten. Zudem werden wir mit Wassergläsern gefüllt, mit sprudelndem Pellegrino – ich bin kein Nestlé-Fan. Aber das ist das Problem, das jeder Veganer kennen sollte: beim Smartphone werden für die Kupfergewinnung auch Tiere getötet. Meine bessere Hälfte entscheidet sich als Aperitif für einen alkoholfreien Secco von Barth mit dem schönen Namen „Rosalie Rosalie“. Wenn man wie Vettels Ferrari aus früheren Tagen heißt, muss man sich etwas gönnen. Und der Secco kann das. Was für ein Zufall. Für mich beginnt es mit „Schwarzwaldforelle“ >Black Forest Cherry 2.0<, Forelle auf roten Beten in 15 Jahre altem Essig – ein Stück saftige Forelle auf einer Reduktion eines 15 Jahre gereiften Balsamicos, der stark an Sauerkirsche und Rote-Bete-Saft erinnert. Garniert mit Scheiben der roten Beten und Meerrettich. Großartig! Dazu bekommen wir die Weinkarte, sowie eine fundierte Expertenberatung, welcher Wein am besten zum Geschmack des Menüs passt. Es gäbe auch eine Weinbegleitung, doch der Sommelier wies mich nicht darauf hin, vielleicht der einzige kleine Kritikpunkt des Tages. Nach dem Bezahlen erklärte der Oberkellner, dass viele Gäste keine Weinverkostung wünschen, sondern stattdessen 0,7-Liter- oder 0,375-Liter-Flaschen bevorzugen. Wie das Paar links von uns: Zu den ersten 14 Austern wurden eine Flasche Champagner getrunken, zum zweiten Gang mit je 7 Austern spezial und 7 rosa Austern eine Flasche Gutsriesling – wir entschieden uns für einen Chablis, denn das Menü sollte weitergehen – oder wir waren schon mittendrin und nicht nur dabei. Die erste wirkliche kulinarische Symphonie des ukrainischen Sternekochs: Kürbis-Variationen mit Feldsalat und Granatapfel, mit dem Upgrade je zwei handgefangene Sapphirmuscheln aus der Normandie pro Teller. Tatar aus dem Kürbis vorne, hinten eine Art Pudding-Tatar aus Hokkaido- und Butternut-Kürbis, dazu ein feiner Kürbisstamm mit Karotten-Topping. Gefüllt mit zwei verschiedenen Weinsaucen. Rechts und links vom rund geformten Stück eine Scheibe Kürbis, mit Mandel-Crunch und Butterkugeln. Sehr kross im Mund. Die beiden Scheiben waren wiederum mit einer Kürbiscreme bedeckt, diese Creme hatte wiederum eine reduzierte Sauce, eine Art Burgunder-Sauce – alles perfekt aufeinander abgestimmt. Das Quintett wurde ergänzt durch Feldsalat und Granatapfel. Die Jakobsmuscheln thronten wie meine geliebten „Twin Towers“ in New York auf unseren Tellern. Szenisch drapiert mit einem wunderbaren Schaum aus Weißwein, der sowohl nach Weißwein als auch Butter schmeckte. Glasig innen, oben schöne knusprige Aromen. So muss das sein. Natürlich folgten wir der goldenen Muschel-Regel: Vor dem ersten Bissen kam die Zunge mit 0,375 l Chablis in Kontakt – Chablis, ja, wir hatten eine Flasche. Nach dem Abgang der Meeresfrüchte ein kräftiger Schluck, und siehe da, der leicht nussige, feine Muschelgeschmack kam wieder, als wäre er von David Copperfield herbeigezaubert worden. Und nein, ich werde den Kannibalen-Witz nicht erzählen, bei dem die Frau eines Freundes aufsteht. Heute sind wir nicht auf Fleischfang, sondern Fisch. Und nach Collini. Seesaibling „Omble Chevalier“ mit Yuzu Beurre Blanc, Schwurschor und Topinambur – hier sind wir schon beim Höhepunkt oder der Überschrift des Abends. Sean Connery möge in Frieden ruhen, Oscar-Gewinner als bester Nebendarsteller – so waren wir beim Hauptgang. Als Nebendarsteller stahl er dem Saibling die Show. Vielleicht liegt es daran, dass der Saibling sehr wenig Fett hat und man als Hobbykoch bei der Zubereitung schnell versagen kann; der Fisch und auch die sehr gelungene Yuzu Beurre Blanc hatten keine Chance gegen den Hauptdarsteller. Saibling mit Pfiff. Der Kohl erinnerte mich an „süß-sauer gebratenen Kohl“ mit einer extra Portion Glutamat – der Hammer und das kulinarische Zeichen. Beim nächsten Mal möchte ich einen 10-Kilo-Eimer, das reicht für eine Woche Kohl. Wer überrascht ist, dass es abends auch Nickers in den Menüs gibt – wohl nicht wir. Aber hier machen wir etwas falsch mit dem Ukrainischen. Der Andrei Schewtschenko der ukrainischen Küchen zauberte uns Krabbenstücke aus der Omnivorenküche, umhüllt von Butterbröseln und dunklem Grau, den Topinambur als Creme und Röhren, darüber schimmernd und dazu noch drei verschiedene Cremes aus Topinambur mit verschiedenen Geschmäckern. Ich glaube, ich muss nicht erwähnen, dass alle drei Toppings unterschiedliche Konsistenzen und Geschmäcker hatten. Wie schmeckt 3-Sterne-Küche? All das hier war ein hervorragendes Geschmackserlebnis für mich und meine Frau. Augen zu und man hat die Pflanze vor Augen. Wahnsinn. Heute gewinnt die Ukraine gegen Deutschland. Und gegen Collini. Und gegen NUB. Unser Blick geht erneut über die Dächer Mannheims. Im 26. Stock des NUB gab es bei der Eröffnung und auch in den 80ern eine Lounge/Dayroom mit Erholungspool. Bei heißen Sommertemperaturen durften die Bewohner ihre Füße ins Frischwasser strecken und durch die Glasflächen nach Karlsruhe blicken – heute unvorstellbar in Zeiten von Corona. Schade. Die Bewohner des Collini hatten es noch besser. Darunter der Schwimmbereich mit Strömungskanal, Erholungspool und Massage-Whirlpool. Die weiße Valrhona-Schokolade wurde so lange gerührt, bis sie zu Mousse wurde. Dessert: Der erste Löffel der Mousse schwebte luftig über Butterbrot/Keksbrösel, dazu gab es eine Sauerrahm-Sauerteig-Creme vom Feinsten. Natürlich hat der Pacojet gefragt, eine Mousse braucht 24.000 Umdrehungen pro Minute, und eine Sternebewertung für das Rezept. Zusätzlich gab es Spritzer in Originalform, als Mousse in Essig eingelegt, als Gel, als Polystyrol und als Creme. Noch Fragen? Nein, alles gut. Heute ging es voll auf, kein Petit Four hat nachgelassen, Espresso/Cappuccino und Wasserbegleitung sind mittags inklusive auf dieser Weinreise. Unser Menü kostete 59 Euro, zuzüglich 12 Euro für die Topinambur-Miesmuscheln, exklusive Getränke. Fazit: Wenn Sternerestaurant in Mannheim – dann Collini, äh… Le Corange. PS: Ich habe vergessen zu erwähnen, dass aufgrund der Corona-Regeln kein Brot vom Wagen kommt. Heute genossen wir dennoch 9 verschiedene Brotsorten, darunter Roggenbrot mit getrockneten Kirschen oder Cashewbrot mit Limette. Das war großes Brotkino.
Anna-Maria
18.05.2023 - 10:23Super nettes, italienisches Service, ausgezeichnetes Essen, tolle Lage
Anna-Maria
25.04.2023 - 18:03Sehr leckeres essen der Service ist sehr schön macht immer wieder Freude
Anna-Maria
25.04.2023 - 12:00Ausgezeichnetes Essen super Service ein tolles Restaurant wir kommen immer wieder
Anna-Maria
24.04.2023 - 21:13Geburtstag Dinner zu Zweit Guter zuvorkommender Service Alles super, schmackhafte feine Küche .... einfach lecker... Gerne wieder
Anna-Maria
24.04.2023 - 11:36Buenos vendedores en sus carnes o especiales, pero no tienen suficiente calidad. Un ambiente aburrido.
Anna-Maria
12.03.2023 - 17:22Wir haben es noch nie auf den Hof geschafft. Leider! Nach unserem Besuch gestern Abend wurden wir nicht wütend darauf, öfter dort zu sein. Super Service! Die Weine zu fairen Preisen. Essen uns das Angebot hat jeden Geschmack erfüllt! Bis bald!
Anna-Maria
03.03.2023 - 09:20Sehr freundlich und nett. Hervorragendes Essen. Tolles Ambiente.
Anna-Maria
24.02.2023 - 22:12Sehr gutes Restaurant, der Besitzer weiß persönlich, eine sehr liebe Frau der Renate, war oft hier im Restaurant und half ihr, egal was Essen Sie sind, es schmeckt jedes Gericht ausgezeichnet, daher auch eine 5 Sterne Erwärmung für dieses schöne Ambiente an diesem Ort.


