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S
25.02.2026 - 21:51Itel: Instagram-Optik trifft auf handwerkliche Monotonie – Enttäuschend Als Gast mit 10 Jahren Erfahrung in der Sternegastronomie war dieser Besuch für mich ein fachlicher Offenbarungseid. Wer die ideenreichen Bilder im Netz sieht, erwartet eine kreative Reise, bekommt aber leider nur kulinarischen Einheitsbrei. Die Kritikpunkte im Detail: Textur-Einerlei: Fast jeder Gang war identisch aufgebaut – eine Komponente unten, ein Espuma oben drauf. Es fehlte jegliches Spiel mit Texturen. Kein Chip für den Crunch, keine Frucht für die Säure, kein durchdachtes Finish. Das ist handwerklich extrem bequem und auf diesem Niveau schlichtweg zu wenig. Repetitive Komponenten: Wenn sich Hollandaise, Espumas und Trüffel (3x in 4 Gängen inkl. Amuse-Bouche) ständig wiederholen, zeugt das von mangelnder Fantasie. Zudem entwertet es den Luxuscharakter, wenn Kaviar sowohl zum Start als auch im Dessert (wo er geschmacklich völlig deplatziert wirkte) eingesetzt wird. Hauptgang Patisserie: Ein Hauptgang ohne Sättigungsbeilage (nur Fleisch, Sauce, Püree-Klecks) ist unfertig. Die Macarons waren optische Blender – außen perfekt, aber geschmacklich flach, wenn man die Komponenten einzeln prüft. Die Pralinen waren langweiliger Standard. Lichtblick: Einzig der Bar-Bereich hat überzeugt. Der Cocktail war handwerklich präzise und das eigentliche Highlight des Abends. Fazit: Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier überhaupt nicht. Man zahlt für teure Namen auf der Karte, aber nicht für die handwerkliche Schöpfungshöhe, die ein Stern repräsentieren sollte. Für jemanden vom Fach ist dieser Baukasten-Stil leider nur enttäuschend
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