Jasmin hat diese Restaurants besucht
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Jasmin
10.10.2024 - 05:56Mir wurde gesagt, dass man in der Vereinsgastronomie der Tennisabteilung des SC Poppenbüttel essen kann, und dort ein richtiges italienisches Restaurant ist! Nun, das habe ich mir gemerkt, aber ich habe bereits meinen Lieblingsitaliener im Stadtteil. Ich muss es ausprobieren, aber wenn ich mir etwas vornehme, lande ich nicht im Sportverein. Im Rahmen eines Elternstammtischs habe ich schließlich den Weg hierher gefunden. Die Tennisanlage und das Restaurant Da Dante liegen versteckt, und außer den Vereinsmitgliedern und den Anwohnern wird es kaum jemand kennen. Das ist schade. Es ist schon dunkel, als ich ankomme. Am Parkplatz sehe ich nur die Öffnungszeiten und die Werbung für die Silvesterveranstaltung, keine Speisekarte, nicht einmal eine Getränkekarte. Ich orientiere mich am Leuchtschild und stehe vor der verschlossenen Glastür zur Terrasse. Mir wird nur ein Zeichen gemacht, aber keiner öffnet mir. Also gehe ich weiter und stehe am Eingang zum Vereinshaus, der ebenfalls verschlossen ist. Nach einigem Herumgehen um das Gebäude herum finde ich schließlich den geöffneten Eingang von der Parkplatzseite aus. Die Gastronomie ist auf der rechten Seite, der Verein auf der linken Seite, die sauberen Toiletten werden gemeinsam genutzt. Der große Raum hat einen Tresen, warme, aber etwas spartanische Möbel, angenehme Beleuchtung und ein paar hübsche Dekorationen. Im Sommer wäre es in Ordnung, aber jetzt fehlt mir etwas, besonders Stoff an der großen Fensterfront. Wir sind knapp 30 Leute und werden um den Tresen in einem kleinen Extraraum ohne Tür platziert, sodass wir unter uns sind, aber nicht komplett abgeschnitten vom Geschehen. Auch hier gibt es ein paar stimmungsvolle Dekorationen, niedlich. Es ist etwas eng für uns, und als alle da sind und durcheinander reden, wird es ziemlich laut. Hier fehlt definitiv Schalldämmung. Auf den Tischen gibt es keine Speisekarten. Ich frage nach, aber es gibt keine Karte. Endlich kommt die Getränkekarte, laminiert und hausgemacht. Wir bestellen einen offenen Montepulciano, der sehr trinkbar ist, und fragen noch einmal nach der Speisekarte. Uns werden zwei Tafeln präsentiert, eine mit Pizza und eine mit den Tagesgerichten, hauptsächlich Pasta, sowie Scampi, Schweinefilet und Dorade. Das Angebot wechselt regelmäßig, laut Auskunft des Personals, und Sonderwünsche sind kein Problem, der Koch würde persönlich an den Tisch kommen. Das ist mal etwas Anderes. Die Preise erscheinen mir moderat bis normal. Ich bestelle Mozzarella im Speckmantel mit Salat, meine Tischnachbarinnen bestellen den gebackenen Schafskäse und das Schweinefilet mit Salat, und gegenüber gibt es Pizzabrot mit Salat. Mein Salat ist frisch und knackig, nicht zu kalt, kein Eisberg dabei, das Dressing geschmacklich angemessen. Die Wintertomaten sind nicht so toll, aber das ist in anderen Restaurants auch so, daher beschwere ich mich nicht darüber. Ich hatte kleine Mozzarella-Päckchen erwartet, aber es ist die ganze Kugel, in Speck gewickelt, die den Salat begleitet, und sie schmeckt sehr gut. Ich bin satt geworden. Das Pizzabrot ist definitiv hausgemacht, das Schweinefilet zart und der Schafskäse reichlich. Was soll ich jetzt tun? Als Restaurant würde es aufgrund einiger Kleinigkeiten, fehlender Gemütlichkeit und Lautstärke drei Sterne bekommen, aber es ist eben Vereinsgastronomie, ohne Pommes, Frikadellen und Currywurst! Mir haben die frisch zubereiteten Gerichte gefallen, und im Sommer auf der Terrasse ist es bestimmt sehr schön. Daher gibt es vier Sterne, auch wenn es nicht mein neuer Lieblingsitaliener wird.
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