Dieses Restaurant ist dauerhaft geschlossen.

Vesperstube Und Berggasthof Durben

Kaffee, Deutsch, Spezialitäten
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Speisekarte mit Preisen und Bildern

Vesperstube Und Berggasthof Durben

Vesperstube Und Berggasthof Durben
4.3 / 5 (267 Bewertungen)

Speisekarte

Hier findest Du die Speisekarte von Vesperstube Und Berggasthof Durben in Oberharmersbach. Zurzeit stehen 6 Gerichte und Getränke auf der Speisekarte.

Letztes Update: 07.02.2026 von: Minitar

Bewertungen

★ 4.3 / 5 bei 267 Bewertungen
minitar
14.07.2024

Die Region um Unter- und Oberharmersbach ist immer ein lohnendes Ziel für Ausflüge und Wanderungen, insbesondere im Herbst zeigt sie ihren Charme. Unsere Oktobertour ist daher fast schon zur Tradition geworden. Leonie Seidler-Klein hat im Mai 2020 nach einer zweijährigen Schließungszeit den traditionsreichen Berggasthof Durben übernommen und ein modernes, ansprechendes Ambiente geschaffen. Unser Besuch Mitte Oktober ist somit der erste unter der neuen Leitung dieses beliebten Ausflugsziels. Der Berggasthof liegt auf etwa 700 Metern Höhe an einem sonnigen Hang. Bei schönem Wetter lädt eine großzügige und hübsch gestaltete Terrasse zum Verweilen im Freien ein. Der Gasthof zieht Wanderer, Radfahrer und Biker an; zudem gibt es einen kleinen Parkplatz auf dem gegenüberliegenden Waldstück. Obwohl wir keinen großen Hunger haben, machen wir hier eine Rast, um die vielfach gelobten Renovierungsarbeiten des Hauses zu bestaunen und das aktuelle Speisenangebot auszuprobieren. Die laminierte, schön gestaltete Speisekarte gliedert sich in mehrere Kategorien: frische bunte Salatteller, Vesperkarte, Schnitzel Wiener Art und Desserts. Klassiker wie Wurstsalat mit Brot (7,50 Euro), eine Portion Pommes für 3,50 Euro, sieben verschiedene Schnitzelvariationen zwischen 8,50 Euro und 22,50 Euro, und warmer Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne (4,90 Euro) stehen zur Auswahl. Natürlich darf der regionale Bibiliskäse (eine Art Kräuterquark mit Pellkartoffeln für 7,50 Euro) nicht fehlen. Dazu gibt es Bier, Wein, Spirituosen, Softgetränke und Kaffee. Die Wirtin agiert sicher, erfahren und selbstbewusst, anfangs etwas resolut im Service und lässt sich durch nichts aus der Ruhe bringen – eine erforderliche Kompetenz an geschäftigen Tagen. Sie nimmt es gelassen, als wir eine Portion Kässpätzle für zwei Personen bestellen. Wie selbstverständlich werden zwei Bestecke und zwei Teller zusätzlich serviert. Das Zusammenspiel zwischen Service und Küche funktioniert so harmonisch, dass ein kurzer Zuruf ausreicht, und alles reibungslos verläuft. Während wir auf unser Essen warten, schauen wir uns im Gastraum um. Der ehemals sehr holzlastige Raum hat neue Akzente erhalten: Fachwerk-Look, Tischsets aus Filz, blühende Topfpflanzen und an den Wänden eine Reihe von Fotografien des Schwarzwälder Vorzeige-Fotografen Sebastian Wehrle (oder eines Epigonen?). Auf dem Balkon und der Terrasse sitzt man auf sehr bequemen und ansprechenden Korbsesseln. Die Kässpätzle (10,90 Euro) werden schon nach gefühlten fünfzehn Minuten serviert: in der Pfanne angebraten, mit reichlich Emmentaler und knusprigen Röstzwiebeln verfeinert. Dazu gibt es einen kleinen Beilagensalat aus Blattsalaten und halbierten Cocktailtomaten. Für einen Berggasthof mit sicherlich eingeschränkten Möglichkeiten ist das recht solide und schmackhaft. Tatsächlich reicht die Portion für zwei Personen, die nicht sehr hungrig sind. Der Kaffee danach schmeckt leider nicht gut, und wir sind froh, uns dazu vor Ort nicht äußern zu müssen. Zum Abschluss bestellen wir noch einen Obstler, der recht frisch ist und am Gaumen und im Rachen beißt. Anhand der Flasche zu urteilen, stammt er sicherlich nicht aus Massenproduktion, sondern aus regionaler Herstellung. Auch die Flaschen mit Blutwurz und Eierlikör sehen eher nach Eigenproduktion aus. Ein schöner Nebeneffekt: Je länger wir bleiben, desto mehr taut die Wirtin auf. Auch mit den Nebensitzern kommen wir schnell ins Gespräch und diskutieren mit ihnen über die Nährwerte des servierten Biers im Vergleich zum Johannisberschorle. Die Rechnung begleichen wir direkt an der Theke und sind überrascht, einen ausgedruckten Bon zu erhalten (in anderen Hütten gibt es höchstens einen handgeschriebenen Zettel). Allerdings ist jeder Posten – ob Speise oder Getränk – einfach mit „Warengruppe01“ deklariert. Zu den ebenfalls sanierten, gut gepflegten und großen Toilettenräumen gelangt man über die Außenterrasse. Auf dem Weg dorthin erfahren wir von anderen gesprächigen Gästen, dass der Berggasthof in diesem Jahr nur noch zwei Wochen geöffnet hat und die Wirtin danach in ihren wohlverdienten Urlaub verschwinden kann. Im nächsten Jahr kommen wir auf jeden Fall wieder, dann auch gerne mit unserer Wandergruppe. Denn die Wirtin ist so schnell durch nichts aus der Fassung zu bringen und wird auch größeren Andrang problemlos bewältigen. Auch Kinder sind hier willkommen und finden auf dem Gelände einen neu erbauten Spielplatz.

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