Nigiri, Maki, Oshi,… Sushi

Kaum einem ist das Gericht noch unbekannt. Doch spaltet auch kaum ein anderes Gericht so die Geister wie Sushi: Der eine vergöttert es fast und isst sich jedes Mal kugelrund. Der andere kann den rohen Fisch einfach ganz und gar nicht ausstehen. Doch für all diejenigen, die gerne etwas mehr über dieses wundervolle Gericht erfahren wollen, haben wir hier etwas zusammengestellt.


Woher kommt Sushi?

Entgegen der landläufigen Meinung, dass Sushi aus Japan stammt und als Speisegericht erfunden wurde, verhielt es sich in Wahrheit ganz anders.  Eigentlich stammt die Idee, Fisch in Reis einzuwickeln aus Südostasien und wurde dafür verwendet, den rohen Fisch zu konservieren. Gemeinsam wurde es dann in Gefäßen zum Fermentieren eingelegt.

 Der dadurch säuerlich gewordene Reis wurde entworgt und nur der Fisch wurde noch verzehrt. Ausgehend vom Mekong Fluss, bei welchem dieses Verfahren zunächst angewandt wurde, hat sich diese Methode dann bis hin nach Japan verbreitet.

Doch der Genuss des Fisches gemeinsam mit Reis als Speise stammt tatsächlich aus Japan. Durch diese Kombination entstand dann das heute als »Nigiri« bekannte Sushi.


Welches Sushi ist denn was?

Man nehme Sushireis, forme daraus eine fingerlange Rolle und belege ihn mit einem Stück rohen Fisches oder anderem Belag, so erhält man »Nigiri«.

 

Mit dem Begriff »Maki« werden das gerollte Sushi bezeichnet. Dabei wird das Sushi mit einer Bambusmatte (Makisu genannt – daher der Name) gerollt. Das Algenblatt kann sich dabei außen oder innen befinden. Traditionell werden sie mit Lachs, Thunfisch, Aal, Tofu oder auch Omelett, Gurke oder Karotte gefüllt. Manchmal auch mit Avocado.

Dieses Sushi ist auch unter dem Namen »Inside-Out« bekannt. 

Hierbei wird der Fisch oder das Gemüse direkt mit dem Algenblatt ummantelt. Danach folgt dann der Reis. 

Damit es nicht zu langweilig aussieht und auch noch ein bisschen Farbe bekommt, umhüllt man den Reis dann mit Sesam, Gomashio oder Fischeiern.

  • Te-Maki:

Schonmal eine gerollte Waffel gegessen? Ersetzt man dabei die Waffel mit einem Algenblatt und die süße Füllung mit Reis und Fisch, so erhält man »Te-Maki«

Beim Sashimi wird grundsätzlich auf jegliches Beiwerk verzichtet. Man versteht darunter den rohen, fein filetierten Fisch. Hierbei ist es wichtig extrem frischen Fisch zu verwenden.

Dieses Sushi ähnelt den Nigiri ein wenig, nur dass es hierbei eine erste Lage an Reis und dann eine Lage an Fisch gibt. Diese beiden werden dann zusammen in kleine Stücke geschnitten. Es wird quasi auf das Rollen verzichtet.

Was wäre das alles, wenn es nicht noch eine frittierte Variante davon gäbe. Voila! Hier ist sie. Hierbei besteht die Teigtasche, welche mit Reis, Fisch und Gemüse gefüllt werden kann aus frittiertem Tofu.


Wusstest du schon?

Grundsätzlich wird zum Sushi immer Ingwer und Wasabi gereicht.

Doch warum?! Zu Zeiten der ersten offiziellen Sushi Verspeisungen galten Ingwer und Wasabi noch als Heilmittel. Der Wasabi, welcher zum Sushi gereicht wurde, sollte davor schützen, sich aufgrund des Konsumes von rohem Fisch zu vergiften. Der Verzehr des eingelegten Ingwers hatte eher geschmackliche Gründe. Er dient und diente als Neutralisator, damit man nach jedem Stück Sushi das nächste in vollem Umfang genießen kann.

Bezüglich des Wasabis sollte man in Deutschland jedoch vorsichtig sein. Hierzulande wird dabei nämlich ein wenig getrickst. So wird der Wasabi neben unserem Sushi aus Meerettich und Senfpulver hergestellt und eingefärbt. Der richtige Wasabi ist um Ecken schärfer. So sollte man also immer vorsichtig starten, damit man nicht doch sein grünes Wunder erlebt und sich erstmal alle Geschmacksnerven betäubt.

Nach dem Verzehr des Sushi sollte man sich und dem Koch noch einen Sake spendieren und gönnen. Dies gilt in Japan als Zeichen der Anerkennung. 

Also dann: prost und guten Apetit!